Logopädie für Kinder

logopädische Behandlungsfelder bei Kindern

Sie haben Fragen zu Sprachstörungen? Ihre Logopädie Dresden-Johannstadt ist für Sie da!

1. Aussprachestörungen (Dyslalie)

Wenn einzelne Laute oder Lautverbindungen nicht korrekt ausgesprochen, ausgelassen oder durch andere Laute ersetzt werden, liegt eine Aussprachestörung vor. Die Fehlbildung der Zischlaute (s, z, sch, ch1) ist eine der häufigsten Aussprachestörungen. Oft werden diese Laute mit der Zunge zwischen den Zähnen gebildet („Lispeln“). Ebenso häufig kann es zur Ersetzung der Laute „k/g“ sowie „t/d“ kommen.

2. Grammatikstörung ( Dysgrammatismus)

Der Erwerb der grammatischen Regeln ist gestört, d.h. Kinder können Probleme mit der Verbstellung im Satz, mit dem korrekten Satzbau, mit der Kasusmarkierung (1.-4. Fall), der Beugung des Verbs (Konjugation) sowie der Veränderbarkeit der Wörter oder Wortarten (Deklination) haben.

3. Kindliche Stimmstörungen ( Dysphonie)

Kindliche Stimmstörungen können organisch, funktionell oder psychogen bedingt sein.

Organisch bedingte Stimmstörungen:

Im Bereich des Stimmapparates kann es zu strukturellen Veränderungen kommen, welche den normalen Funktionsablauf behindern (z.B.: chronische Kehlkopferkrankungen, Fehlbildungen oder traumatische Veränderungen des Kehlkopfes, Schreiknötchen,…)

Funktionell bedingte Stimmstörungen

Ist der Stimmklang gestört und/ oder die stimmliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt, handelt es sich um eine funktionelle Stimmstörung. Diese kann durch Gewohnheit oder Überlastung (auch psychogen) erworben werden oder Veranlagung sein.

4. Näseln (Rhinophonie)

Beschreibt die Veränderung des Stimmklanges, durch eine zu geringe oder übermäßige Nutzung der oberen Resonanzräume (Nasenrachenraum, Nasennebenhöhlen).
Rhinophonien treten sowohl als organische Störungen, bei Lähmungserscheinungen des Velums (Gaumensegels), bei Lippen- Kiefer- Gaumen- Gaumensegel- Spalte oder als funktionelle Störungen auf.

5. Muskelfunktionsstörungen im Mund- und Gesichtsbereich (Myofunktionelle Störung)

Bei einer myofunktionellen Störung ist das Zusammenspiel der Gesichts-, Zungen- und Kiefermuskulatur gestört. Meist ist die Muskulatur in diesem Bereich nur ungenügend ausgebildet. Dadurch kann es zur falschen Zungenruhelage, falschem Schluckmuster und/ oder Aussprachestörungen kommen.

6. Durch Hörstörung bedingte Sprach- und Sprechstörungen (zentral- auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen)

Bezeichnet Störungen der zentralen (im Gehirn stattfindenden) Verarbeitung akustischer Reize bei intaktem peripherem Hörvermögen. Von einer zentral- auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung spricht man erst bei mindestens drei beeinträchtigten Teilfunktionen auf sprachlicher Ebene (z.B.: Aufmerksamkeit, Speicherung, Geräuschlokalisation,…).

7. Stottern/Poltern (Störungen im Sprechablauf, Redeflussstörungen)

Stottern

Folgende Symptome können innerhalb einer Redeflussstörung auftreten:

  • Wiederholungen von Wortteilen, Silben oder Lauten, Dehnungen von Lauten und/ oder Blockierungen von Wörtern

Begleitsymptome:

  • Sprechangst
  • Vermeidungsverhalten
  • Körpermitbewegungen
  • Einschieben von Füllwörtern

Poltern

Im Gegensatz zum Stottern, ist Poltern von einem überschießenden, sehr schnellen Sprechen gekennzeichnet. Aufgrund des Missverhältnisses von Sprechtempo, artikulatorischer Fähigkeit und Defiziten in der Wahrnehmung, ist die Aussprache oft sehr undeutlich und verwaschen.